Media Tactics and Engagement—The NECS 2018 Conference

Amsterdam & Utrecht, The Netherlands, 27.-29. June 2018

Mit Beiträgen von Kristina Pia Hofer & Marietta Kesting.

Wednesday 27th » 15.45-17.00
Panel: Bodily Engagements

Chair: Ilja Meijer
»VU Amsterdam

Ilaria Antonella De Pascalis & Lorenzo Marmo
»Roma Tre University
»University of Naples “L’Orientale”
Elizabeth II Regina: Bodily Performances and Audiences Engagement in Netflix’s “The Crown”

Kristina Pia Hofer
»University of Applied Arts Vienna, Department of Art History
Tactics of Rhythm and the Unfolding of History: Woolworths Choir of 1979 and 9 is 1 and 10 is None

Alena Strohmaier & Lea Spahn
»Phillipps-Universität Marburg
Boats, Bodies, Borders: Aesthetic, ethical, and political implications of media (re)presentation

Friday 29th » 11.00-12.45
Panel: Mediatizations of diaspora
Chair: Tanya Shilina-Conte
»SUNY at Buffalo

Marietta Kesting
»Academy of Fine Arts, Munich and University of Applied Arts, Vienna
Black Diasporic Sound Tactics – of Post-Slavery, Black Panthers, Cyborgs, and Women

Eren Odabasi
»University of Massachusetts Amherst
Indian Diaspora and The Global Circulation of Popular Hindi Cinema in the Digital Age

Rebecca Sheehan
»California State University, Fullerton
Serious Games: Paradoxes of Movement in Interactive US-Mexican Border Crossings

 

Sexualität und Widerstand

INTERNATIONALE FILMKULTUREN

Aylin Basaran, Julia B. Köhne, Klaudija Sabo, Christina
Wieder (Hg.)
ca. 300 Seiten
Euro 25,–
Englische Broschur Format 15 x 28 cm
Erscheint August 2018

 

Welche Formen von Sexualität und erotischer Sinnlichkeit, die entweder als widerständige Handlungsweisen oder als Teil von po- litischem Widerstand adressiert werden können, wurden in den vergangenen Jahrzehnten in internationalen Film- kulturen visualisiert und damit hervor- gehoben? Kann die Darstellung des se- xualisierten Körpers oder sexuellen Akts in bestimmten Kontexten zu einer po- litischen Waffe werden? Welchen Raum erhalten dabei divergierende sexuelle Orientierungen und Praktiken etwa im Verbund mit homosexuellem Begehren? Der Sammelband vereint eine Mischung aus interdisziplinären und künstlerischen Zugängen zum Thema Sexualität und Widerstand und spürt seinen (audio-) visuellen Vermittlungen aus lokaler und transnationaler Perspektive nach. Das breite Spektrum an Textgenres reicht von akademischen Reflexionen über Malerei bis hin zu Dichtkunst und Bildcollagen. Fragen der Film-, Medien-, Kultur- und Literaturwissenschaft sowie Geschlech- terforschung und Zeitgeschichte treffen in diesem Band auf sexualwissenschaftliche und medizinhistorische Ansätze.

Mit einem Beitrag von Marietta Kesting.

Moving Stills – Affective Archives

Kuratiert von Marietta Kesting

Mittwoch, 18. April 2018, 19:00

Über Chris Markers prominenten und vielgeliebten Foto-Film La Jetée (1962) hinaus gibt es eine Vielzahl von Filmemacher_innen und Künstler_innen, die mit diesem Format experimentieren und einen Film aus Standbildern zusammensetzen. Die analoge Fotografie – oder, von dieser abgeleitet, die Zeichnung – dient dabei als Grundbaustein der Filme und betont die Materialität der Einzelbilder. Diese Foto-Filme können gerade durch das Spiel zwischen Herstellung und Brechung der filmischen Bewegungsillusion zu affizierenden und eindrücklichen Artefakten werden. Sie erstellen imaginäre Archive, schreiben intime Geschichten und stoßen eine Reflexion über das Medium und die Entstehungsprozesse von Bildern selbst an. Formal und thematisch bewegen sich die Arbeiten damit nahe am Format des (Familien-)Fotoalbums – einem privilegierten und mit Gefühlen aufgeladenen Erinnerungsobjekt, das die eigenen Herkünfte mitkonstruiert.

Programm

Lebohang Kganye, Pied Piper, 2014, 3 min
Aykan Safoğlu, Off-White Tulips, 2013, 24 min
Anna Faroqui, Ein gewöhnliches Leben (A Common Life), 2006, 26 min
Hubert Fichte, Leonore Mau, Der Tag eines unständigen Hafenarbeiters, 1966, 16 min
Thenjiwe Niki Nkosi, The Beginning of Stories (Part I of many), 2017, 10 min

Vorgestellt von Marietta Kesting
€ 6,– / ermäßigt € 4,50
https://www.mumok.at/de/events/moving-stills-affective-archives

Bericht der: International Autumn School on the Materiality of Cultural Practices in Social Space

p*art*icipate – eJournal des Programmbereichs Contemporary Arts & Cultural Production Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Universität Salzburg in Kooperation mit der Universität Mozarteum

#issue 08

http://www.p-art-icipate.net/cms/?p=5880&view-all=1

„Finally, an all-day workshop on Re-Mediating Cinematic Experience (organized by Kristina Pia Hofer, Eva Kernbauer and Marietta Kesting) took place on Friday within the research project A Matter of Historicity, focusing on the event character of cinema. Giuliana Bruno, Professor of Visual and Environmental Studies, Harvard University, gave a lecture on the often-neglected material dimension of cinema, its surfaces and screens of projection throughout history. Erica Balsom, Senior Lecturer in Film Studies and Liberal Arts, King’s College, London, discussed the implications of the “liveness” and irreproducibility of a cinematic event. Volker Pantenburg, Professor of Film Studies, Freie Universität Berlin, explored questions of analogue and digital film formats in museums and gallery spaces. The Autumn School closed with a performance by the Danish art collective Vinylterrorandhorror (Camilla Soerensen and Greta Christensen), playing, breaking and re-assembling bits and pieces of LP records – and thus allowing the audience to almost painfully experience the materiality of music and performance art.“

 

 

Krise als Form

springerin
Ausgabe 2/2017

Eine vielerorts erhobene Gegenwartsdiagnose lautet, dass sich unsere aktuelle Gesellschaftsform, aber auch kulturelle und künstlerische Formen in einem fortwährenden Zustand der Krise befinden. Basiert dieser Befund zum einen auf einer gewissen Objektivierung (in Bezug darauf, wie die Dinge sein sollten und nun einmal nicht sind), so wirken darin stets auch subjektive Momente mit (der Diagnose, Kritik und möglichen Verbesserung der krisenhaften Zustände). Die Art dieser Beziehung genauer herauszuarbeiten, war Thema eines Symposions, das Anfang 2017 an der Universität für angewandte Kunst Wien stattfand. Im Anschluss daran bereitet das Heft Krise als Form, in Kooperation mit der Abteilung Kunst- und Wissenstransfer und dem Institut für Kunsttheorie entstanden, Beiträge und Schwerpunkte dieser Debatte auf. Gefragt wird vor allem danach, welchen formalen Parametern die Rede von der allgegenwärtigen Krise unterliegt. Stehen dabei primär kulturelle und politische Formen, Formen von Subjektivität und Wertsetzung auf dem Spiel? Oder artikulieren sich im Diskurs der Krise auch Negativformen, noch Formloses, ja vielleicht auch „Anti-Form“?

Mit einem Beitrag von Eva Kernbauer: „Mit dem Rücken zur Zukunft. Über die richtige Richtung und linke Melancholie“, in: Springerin 2/2017, „Die Krise als Form“, S. 45-49.